Magnetresonanz 2017-08-24T16:59:25+00:00
  • RNR Radiologie und Neuroradiologie am Glattzentrum: Magnetresonanztomographie (MRT, engl. magnet resonance imaging/MRI), auch Kernspintomographie genannt

Magnetresonanz

Die Magnetresonanztomographie (MRT, engl. magnet resonance imaging/MRI), auch Kernspintomographie genannt, ist ein bildgebendes Verfahren und eine moderne Untersuchungsmethode zur Erkennung und Abklärung krankhafter Veränderungen. Der Magnetresonanztomograph erzeugt in einem starken Magnetfeld überlagerungsfreie Schnittbilder, wie z.B. von Kopf, inneren Organen, Wirbelsäule und Gelenken. Bei dieser schonenden und schmerzfreien Untersuchungsmethode werden keine Röntgenstrahlen angewandt. Da jedoch für die Bilderzeugung ein Magnetfeld erforderlich ist, können Patienten mit gewissen Implantaten, wie z.B. Neurostimulatoren, Medikamentenpumpen und Herzschrittmachern nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen untersucht werden. In einer solchen Situation muss also in jedem einzelnen Fall vorgängig geprüft werden, wie zu verfahren ist.

Die Dauer der Untersuchung variiert stark (zwischen 15 und 90 min) und hängt von der zu untersuchenden Körperregion und Fragestellung ab. Während der Untersuchung ist der Patient auf einer bequemen Liege gelagert und wird in die Magnetöffnung hineingefahren. Dabei trägt der Patient einen Gehörschutz, um die teils lauten, klopfenden Geräusche weniger deutlich wahrzunehmen.

Der Patient steht während der ganzen Untersuchungszeit unter Beobachtung und kann sich mit Hilfe einer Klingel und/oder einer Gegensprechanlage bemerkbar machen, sollte er sich nicht wohl fühlen. Bei Klaustrophobie kann ein Beruhigungsmittel verabreicht werden.

Die von uns verwendeten Geräte, 3 Tesla Signa Pioneer sowie 1.5 Tesla Signa Voyager, haben eine grosse Magnetöffnung (70 cm), einen kurzen, gut beleuchteten Tunnel (1.63m) und eine extrabreite Lagerungsliege für hohen Patientenkomfort. Die Geräuschunterdrückung funktioniert effizient, so dass das System leiser als bisherige Systeme ist. Mit dem Silent Scan, einer weltweit einzigartigen, hochmodernen Technologie, ist sogar eine fast geräuschlose Untersuchung des Gehirns möglich. Die Geräusche werden hierbei nicht gedämmt, sondern entstehen erst gar nicht.

Die bei uns im Einsatz stehenden diversen zusätzlichen Software-Pakete erlauben eine noch bessere Bildqualität mit Anhebung der diagnostischen Genauigkeit. Hervorzuheben sind in der muskuloskelettalen Bildgebung die hervorragende Metallartefaktunterdrückung in der Nähe von Implantaten, in der Gefässbildgebung die Möglichkeit der Verlaufskontrolle eines geklippten intrakraniellen Aneurysmas ohne Artefakte (Lärmlose Zero-TE MR Angiographie) und die hochauflösende Volumendarstellung einer arteriellen Dissektion (black-blood MR Angiographie) sowie in der Herzbildgebung die erweiterte Herzdiagnostik mit Untersuchung der Gewebevitalität und die Echtzeitbildgebung für eine funktionelle Untersuchung des Herzens auch bei Rhythmusstörungen.

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Wissenswertes zur Untersuchungsvorbereitung